Die Staatsanwaltschaft schildert einen brutalen Vorfall: Benjamin K. soll Carolin G. erst von der Straße gedrängt und sie dann durch die geschlossene Seitenscheibe seines Fahrzeugs angeschossen haben. Noch verletzt versuchte sie, sich zu retten, während er die Beifahrertür öffnete und mehrfach auf sie feuerte. Eine Kugel traf sie tödlich.
Die weiteren Ermittlungsergebnisse zeigen, dass zwischen den beiden Männern eine schreckliche Komplizenschaft herrschte. In E-Mails und Nachrichten soll Björn R. Benjamin K. um Hilfe gebeten haben, um Carolin G. aus dem Weg zu räumen. Diese Informationen sowie die Sichtungen der beiden am Tag vor dem Mord werfen ein dunkles Licht auf ihre Beziehung zu Carolin und auf die fehlende Menschlichkeit in diesem gewalttätigen Fall.
Die Tragödie um Carolin G. und die Umstände ihres gewaltsamen Endes werden in den kommenden Wochen durch den Gerichtsprozess weiter aufgearbeitet. Die Fragen, die sich in der Gesellschaft aufwerfen, sind nicht nur die nach Schuld und Unschuld, sondern auch über die Gründe und die tiefen gesellschaftlichen Probleme, die solch schreckliche Taten begünstigen.